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Warum Trinken bei Morbus Crohn entscheidend ist: Mein 3-Liter-System im Alltag


Ich sehe morgens zuerst meine Wasserflasche, nicht mein Handy. Ein Liter stelle ich jeden Abend auf den Nachttisch. Ich greife danach, noch bevor ich richtig wach bin, trinke ich.

Nicht, weil ich Lust habe.

Sondern weil ich weiß, was passiert, wenn ich es nicht mache.


Das ist kein Hack, sondern das ist mein System in meinem Leben mit Morbus Crohn und davon möchte ich dir hier berichten.




Das eigentliche Problem: Du trinkst oft zu wenig, um Ruhe zu haben


Wenn ich mit Menschen arbeite, höre ich immer wieder die gleichen Zahlen. Ein Liter, vielleicht anderthalb.


Und jedes Mal steckt die gleiche Logik dahinter. Wenn ich sowieso ständig auf Toilette muss, warum sollte ich dann noch mehr trinken?


Klingt logisch, ist es aber leider nicht. es wird vielmehr zu einem großen Problem.


Du nimmst deinem Körper das, was er gerade braucht. Und wunderst dich später, warum du müde bist, warum dein Kopf nicht klar ist und warum sich alles schwerer anfühlt, als es eigentlich müsste. Du fährst auf Reserve und bei Morbus Crohn und Colitis funktioniert das nicht.


Warum ich da keinen Spielraum mehr habe


Ich habe eine Phase erlebt, da war Trinken kein Alltagsthema mehr. Da war es ein Problem.


Nach meinem Darmriss ist alles, was ich getrunken habe, direkt wieder rausgelaufen. Mein Körper konnte nichts mehr aufnehmen. Ich hatte einen Port unter der Schulter und habe meine Flüssigkeit über Infusionen bekommen.


In dieser Phase ging es nicht um Optimierung, sondern ums überleben.


Das System, das ich mir damals gebaut habe, nutze ich heute anders. Heute sorgt es dafür, dass ich nicht wieder in so ein Defizit rutsche.



Mein System: simpel, klar, funktioniert


Ich habe keine komplizierten Pläne. Ich habe eine Flasche.


Ein Liter. Immer dabei. Sie steht wie bereits geschrieben morgens am Bett. Kommt mit ins Bad. Und im besten Fall ist sie leer, bevor mein Tag überhaupt richtig angefangen hat.


Der erste Liter ist damit erledigt. Ohne Nachdenken.


Die wichtigste Regel ist einfach:

Wenn die Flasche leer ist, wird sie sofort wieder aufgefüllt.


Nicht später, nicht nach dem nächsten Termin, sondern Sofort.


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Wie ich auf meine drei Liter komme


Ich habe irgendwann aufgehört zu raten und mir angeschaut, was mein Körper ungefähr braucht. Für mich passt die Richtung 30 bis 40 Milliliter pro Kilo Körpergewicht.


Das ergibt bei mir ungefähr drei Liter am Tag.


Ich rechne Kaffee mit rein. Drei Tassen funktionieren für mich. Die habe ich mir nie genommen. Proteinshakes zählen auch dazu.


Ein- bis zweimal die Woche packe ich Elektrolyte ins Wasser. Nicht, weil ich muss. Sondern weil ich merke, dass es mir guttut. Du musst das nicht genauso machen.

Aber du brauchst dein eigenes individuelles System.


Das eigentliche Problem ist dein Alltag


Das Wissen ist selten das Problem, der Alltag ist es.

Du sitzt am Rechner, die Flasche steht neben dir und trotzdem trinkst du nicht.

Ich kenne das sehr gut.

Deshalb habe ich mir das so einfach wie möglich gemacht. Ich tracke meine Getränke über die Uhr. Ein Tipp und ich weiß, wo ich stehe.


Mehr mache ich nicht.


Du kannst eine App nutzen, du kannst Striche machen, Hauptsache, du hast ein System, das für dich funktioniert.


Warum ich da keine Kompromisse mehr mache


Ich habe keine Lust auf zusätzliche Baustellen.


Morbus Crohn reicht völlig. Wenn dann noch die Nieren Probleme machen, hast du ein Thema, das du wirklich nicht haben willst.

Und ganz ehrlich: Ich merke den Unterschied sofort.


Wenn ich genug trinke, bin ich klarer im Kopf gehe stabiler durch den Tag und bin weniger anfällig für Stress.


Wenn ich zu wenig trinke, kippt das schneller, als mir lieb ist.


Ich vergleiche das oft mit einem Akku, der nicht mehr auf 100 Prozent lädt. Wenn du weißt, dass du nicht bei 100 bist, gehst du anders mit deiner Energie um.



Fang nicht groß an. Fang einfach an.


Du musst nicht sofort drei Liter trinken. Stell dir heute Abend eine Flasche ans Bett.

Und morgen früh trinkst du, bevor dein Tag losgeht. Mehr brauchst du erst mal nicht umstellen.

Der Rest ergibt sich im Laufe des Tages und dann baust du langsam in deinem Tempo für dich um und reflektierst auch kurz, ob du einen Unterschied merkst.


Herrlich schubfreie Grüße

Dein Kai 🧯


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Dringender Hinweis: Bitte beachte, dass die in diesem Artikel geteilten Informationen und Inhalte ausschließlich der Bildung und persönlichen Weiterentwicklung dienen und keinesfalls professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen. Ich bin kein Arzt und meine Inhalte sind nicht dazu bestimmt, eine Form von Krankheiten oder gesundheitlichen Zuständen zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern. Für medizinische Beratung oder Behandlungen wende Dich bitte an Deinen Arzt oder einen qualifizierten Gesundheitsdienstleister. Alle geteilten Erfahrungen und Ratschläge reflektieren meine persönliche Meinung und sind als Inspiration und Austausch von Perspektiven gedacht. 

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