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Nächster Schritt bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa: Der Selbsttest, der dir zeigt, wo du stehst


Kai Flockenhaus, systemischer Coach für Menschen mit Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa

Seit ich mit Menschen arbeiten darf, die Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa haben, bekomme ich immer wieder dieselbe Frage gestellt. Nicht die nach der Ernährung, nicht die nach dem besten Medikament, nicht die nach der Klinik. Sondern diese hier:


„Welchen nächsten Schritt muss ich jetzt eigentlich gehen? Ich habe keine Ahnung, ich bin mitten im Schub, ich weiß nicht, was neben meiner medizinischen Versorgung für mich der richtige Schritt ist.“


Diese Frage steht in fast jedem Erstgespräch im Raum, sie steht in Nachrichten, die mich abends erreichen, sie steht in Kommentaren unter meinen Videos. Und sie ist so viel ehrlicher als alles, was danach kommt. Weil sie zugibt, was viele nicht zugeben wollen, nämlich dass die Medizin ihre Arbeit macht, dass die Termine laufen, dass die Werte kontrolliert werden, und dass trotzdem niemand da ist, der sagt, was du selbst tun kannst, ohne dich dabei zu überfordern.


Ich trage die Idee, auf genau diese Frage eine Antwort zu geben, seit Ewigkeiten mit mir herum. Nicht als Konzept auf einem Zettel, sondern als dieses ständige Gefühl, dass ich Menschen etwas in die Hand geben müsste, bevor wir überhaupt miteinander sprechen. Etwas, das keine Anmeldung braucht, keinen Termin, kein Gespräch, und das trotzdem mehr ist als ein netter Ratschlag. Ich habe lange nicht gewusst, wie das aussehen soll. Jetzt weiß ich es, und jetzt gibt es das Ding auch.


Genau diese Frage beantwortet der Schublöscher-Selbsttest. Nicht mit einer Diagnose, nicht mit einem Ergebnis, nicht mit einem Ratschlag, sondern mit einem einzigen kleinen nächsten Schritt, der zu deiner heutigen Situation passt. Du findest ihn unter selbsttest.kai-flockenhaus.de, er kostet nichts, er dauert drei bis fünf Minuten, und du musst dafür nichts von dir preisgeben.


Was dieser Selbsttest bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa nicht ist


Ich fange bewusst mit dem an, was der Test nicht kann, weil ich sonst Erwartungen wecke, die er nicht erfüllen soll.


Er stellt keine Diagnose. Wenn du bisher keine Diagnose hast und wissen willst, ob deine Beschwerden auf eine chronisch entzündliche Darmerkrankung hindeuten, dann gehört das in ärztliche Hände, in eine Stuhlprobe, in eine Darmspiegelung, in ein Labor. Dafür gibt es Calprotectin-Tests und Symptom-Checks, und dieser hier ist keiner davon. Er misst keinen Entzündungswert, er sagt dir nicht, wie krank du bist, er ersetzt kein Gespräch mit deinem Behandlungsteam.


Er vergibt auch keine Punkte. Es gibt kein Ergebnis, das besser oder schlechter wäre als ein anderes, es gibt keinen Score, keine Prozentzahl, keinen Typ B, in den du einsortiert wirst. Am Ende steht kein Urteil über dich, sondern ein kurzer Text, der beschreibt, wo du gerade stehst, und was in dieser Lage sinnvoll sein könnte.


Und hier ist das Wichtigste, das ich dir mitgeben will. Ein Test misst normalerweise, wie gut du bist. Dieser misst nichts. Er spiegelt nur. Das ist der ganze Unterschied, und für Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa ist dieser Unterschied größer, als er klingt, weil du ohnehin permanent vermessen wirst, von Blutwerten, von Stuhlproben, von Fragebögen in der Ambulanz, von Menschen, die dir sagen, wie du dich zu fühlen hast. Ein Werkzeug, das dich einmal nicht bewertet, ist keine Kleinigkeit.


Warum die Frage nach dem nächsten Schritt so schwer zu beantworten ist


Wenn du frisch diagnostiziert bist oder mitten in einem Schub steckst, bekommst du eine Menge Informationen. Du bekommst Medikamente, du bekommst Termine, du bekommst vielleicht eine Broschüre, und du bekommst im Internet innerhalb von zehn Minuten dreihundert Ratschläge, von denen sich die Hälfte widerspricht.


Was du nicht bekommst, ist Reihenfolge.


Und das ist das eigentliche Problem. Nicht der Mangel an Möglichkeiten, sondern der Überschuss. Du sollst dich entspannen, du sollst dich bewegen, du sollst auf Zucker verzichten, du sollst Tagebuch führen, du sollst Grenzen setzen, du sollst zur Psychotherapie, du sollst Yoga machen. Alles davon kann richtig sein. Aber wenn du mitten im Schub liegst und nicht weißt, ob du es bis zum Briefkasten schaffst, dann ist eine Liste mit sieben Optionen kein Angebot, sondern eine weitere Überforderung.


Deshalb macht dieser Test genau das Gegenteil. Er nimmt weg, statt hinzuzufügen. Am Ende steht nicht, was du alles tun könntest, sondern eine einzige Sache, die heute dran wäre.


Startbildschirm des Schublöscher-Selbsttests mit gelbem Feuerlöscher und der Frage Wo brennt's bei dir gerade

Wie der Selbsttest aufgebaut ist


Der Ablauf ist absichtlich kurz gehalten, weil ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Konzentration nach zwei Minuten weg ist.


Du beantwortest drei Fragen. Die erste ist ein Check-in und will nur wissen, wie dein Alltag gerade läuft. Die zweite fragt, was dir jetzt guttun würde. Die dritte fragt, welcher Satz heute auf dich zutrifft, und sie ist die Frage, die am Ende die Richtung vorgibt. Die ersten beiden bringen dich dorthin, sie holen dich ab, sie sortieren dich, bevor du die eigentliche Entscheidung triffst. Unter den Antworten steht überall derselbe Hinweis, wähle spontan, es gibt kein richtig oder falsch.


Danach kommt der Teil, auf den ich am meisten stolz bin. Du siehst ein Haus im Querschnitt, warm beleuchtet, mit Garten, Fundament, Wohnetage und Dach, und darüber steht die Frage, wo du gerade mehr Stabilität brauchst. Du tippst auf den Bereich, der dich anspricht, ohne lange nachzudenken.


Illustration des Lebenshauses im Querschnitt mit Grundstück, Fundament, Räumen und Dach bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa

Das ist das Lebenshaus, und wer meine Arbeit kennt, weiß, dass es das Herzstück von allem ist, was ich mache. Ich habe es ausführlich im Schublöscher-Konzept beschrieben, hier in Kurzform. Das Grundstück ist die Akzeptanz deiner Diagnose, der Boden, auf dem alles andere steht. Das Fundament ist die Beziehung und die Kommunikation mit deinem Körper. Die Räume sind dein Leben und dein Alltag mit CED. Und das Dach ist der Schutz vor äußeren Einflüssen, dazu der Platz für deine Werkzeuge.





Vier Bereiche, drei mögliche Phasen, und daraus ergeben sich zwölf verschiedene Ergebnisse.



Die drei Phasen, in denen du gerade stecken kannst


Aus der dritten Frage ergibt sich, in welcher Phase du dich gerade befindest, und jede Phase hat ihren eigenen Leitsatz, der auf deiner Ergebnisseite steht.


In der Phase „Vorbeugen“ heißt er: Es ist ruhig genug, um hinzuhören. Das ist die Zeit, in der es dir stabil genug geht, um an Frühwarnzeichen und Routinen zu arbeiten, und genau die Zeit, die die meisten Menschen verschenken, weil sie sich erst kümmern, wenn es brennt.


In der Phase „Akutfall und Management“ heißt er: Wenn es brennt, zählt Entlastung. Nicht verstehen, nicht optimieren, nicht Ursachenforschung. Entlastung.


In der Phase Regeneration heißt er: Nach dem Brand kommt nicht sofort der Neubau. Das ist der Satz, an dem ich selbst am längsten gearbeitet habe, weil ich nach meinem Darmriss genau diesen Fehler gemacht habe: Ich wollte sofort wieder funktionieren, und ich bin damit vor die Wand gefahren.


Was am Ende auf deiner Ergebnisseite steht


Jede der zwölf Kombinationen ist ein eigener Text. Keiner davon ist ein Textbaustein, der aus einem anderen zusammengeklickt wurde. Ein Beispiel, damit du weißt, was dich erwartet. Wenn du in der Phase "Akutfall und Management" landest und das Fundament wählst, dann liest du, dass dein Körper gerade vielleicht sehr deutliche Signale sendet, dass du sie nicht sofort verstehen musst, und dass es zunächst reichen darf, ihnen mit möglichst wenig Druck zu begegnen. Darunter steht als Überschrift: Erst Entlastung, dann Einordnung.


In genau dieser Phase, und nur in dieser, steht in jeder Variante derselbe Satz, dass akute Beschwerden und medizinische Fragen in die Hände deines Behandlungsteams gehören, und dass du sie nicht allein tragen musst. Der Satz ist kein Haftungsausschluss, den ich irgendwo hinschreiben musste, sondern ein Anker, der dort liegt, wo jemand ihn im Ernstfall wirklich liest. In den Phasen Vorbeugen und Regeneration taucht er nicht auf, weil er dort nicht nötig ist und nur Lärm wäre.


Danach kommt eine kleine, aufklappbare Frage unter der Überschrift „Ein kleiner nächster Schritt für heute“. Keine Aufgabe, keine Anleitung, eine Frage. Zum Beispiel, welches kleine Signal deines Körpers du diese Woche ernster nehmen möchtest.


Und darunter findest du ein leeres Feld mit der Überschrift „Nimm einen Gedanken mit“. Da kannst du hineinschreiben, was hängen geblieben ist, und es dir per Klick kopieren, damit du es in deine Notizen oder dein Tagebuch übernehmen kannst. Dazu gleich mehr, denn genau an dieser Stelle wird es für mich wichtig.


Die Macht steckt nicht im Test, sondern in der Genauigkeit


Ich könnte dir jetzt sagen, dass zwölf Ergebnistexte viel Arbeit waren, und das stimmt auch, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, wie fein das Ding aufgelöst ist.


Selbst die eine Nebenzeile, die dich am Ende zum Schublöscher-Magazin einlädt, ist pro Phase anders formuliert. In der Phase „Vorbeugen“ steht dort sinngemäß, dass du deine Werkzeuge regelmäßig sortieren kannst. In der Regeneration klingt es nach einem sanften Angebot, wenn du dich nach und nach wieder sortierst. Und im Akutfall steht dort nur ein halber Satz, wenn irgendwann wieder Raum dafür ist.


Weil dir niemand einen Newsletter andrehen sollte, während du dich fragst, ob du es heute noch aus dem Bett schaffst.


Das ist der Unterschied zwischen einem Werkzeug, das für dich gebaut wurde, und einem Formular, das nur so tut. Und es ist derselbe Grundgedanke, der auch in meinem systemischen Coaching steckt: Ich arbeite nicht mit einem Programm, das jeder durchläuft, sondern mit dem Punkt, an dem du gerade stehst.


Was Menschen zurückgemeldet haben, die das Lebenshaus schon kennen


Bevor der Test öffentlich wurde, habe ich ihn Menschen gezeigt, die damals wegen des Lebenshauses zu mir ins Coaching gekommen sind. Also genau denen, die das Modell nicht neu entdecken mussten, sondern wissen, wie es sich anfühlt, damit an der eigenen Situation zu arbeiten. Wenn irgendjemand merkt, ob so ein Werkzeug hält, was es verspricht, dann diese Gruppe.


Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, und was mich dabei am meisten gefreut hat, war nicht das Lob für die Technik, sondern für die Texte. Dass sie warm sind, dass sie nicht belehren, dass sie klingen, als wären sie für die eigene Situation geschrieben worden. Genau darauf kam es mir an, denn ein Test, der dich richtig einsortiert und dich dann kalt abfertigt, hätte mir nichts gebracht.


Anonymisierte WhatsApp-Rückmeldung einer Person aus dem Coaching zum Schublöscher-Selbsttest

Keine Daten, keine E-Mail-Adresse, keine Paywall


Das ist mir wichtig genug, um dafür einen eigenen Abschnitt zu schreiben, weil ich weiß, wie oft du im Netz mit einem Test gelockt wirst, der am Ende nur deine E-Mail-Adresse will.


Der Schublöscher-Selbsttest fragt an keiner Stelle nach deinem Namen, deiner E-Mail-Adresse oder irgendeinem Kontaktdatum. Es gibt kein Formular, das du ausfüllen musst, um dein Ergebnis zu sehen, und es gibt nichts, was hinter einer Bezahlschranke liegt. Du klickst drauf, du machst ihn, du liest dein Ergebnis, fertig.


Für die Auswertung werden keine Cookies gesetzt. Ich sehe anonym und in Summe, wie oft der Test gestartet wird und welche weiterführenden Links am Ende geklickt werden, damit ich weiß, ob das Ding überhaupt jemandem hilft. Ich sehe nicht, welche Antworten du gegeben hast, ich sehe nicht, in welcher Phase du gelandet bist, ich sehe nicht, welchen Bereich deines Lebenshauses du gewählt hast.


Und das Reflexionsfeld, in das du deinen Gedanken schreiben kannst, bleibt ausschließlich auf deinem Gerät. Es wird nicht gespeichert, es wird nirgendwohin gesendet, es landet nicht bei mir. Wenn du die Seite schließt, ist es weg, es sei denn, du hast es dir vorher selbst kopiert.


Ich weiß also nicht, wer du bist, und das ist keine Schwäche des Tools, das ist Absicht. Ehrlichkeit funktioniert nur, wenn niemand zuschaut. Ich will, dass du bei Frage 3 die Antwort anklickst, die stimmt, und nicht die, die besser aussieht.


Für wen der Test gedacht ist, und wann du ihn machen solltest


Er ist für dich, wenn du mit Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa lebst und das Gefühl hast, medizinisch bist du versorgt, aber alles andere machst du irgendwie nebenher.


Er ist für dich, wenn du zu den Menschen gehörst, die nach außen funktionieren und innen kämpfen, die im Job niemandem etwas anmerken lassen, und die abends zu Hause zusammenklappen.


Und er ist für dich, wenn du im Schub liegst und nicht weißt, wo du anfangen sollst, weil dann genau der Text kommt, der nicht mehr von dir verlangt als ein bisschen Entlastung.


Was viele nicht auf dem Schirm haben: Du kannst ihn mehrfach machen. Er ist keine einmalige Vermessung, sondern eine Standortbestimmung, und dein Standort ändert sich. Wer ihn im Schub macht und drei Monate später noch einmal, bekommt einen völlig anderen Text, und genau darin liegt der Wert. Ich empfehle dir, ihn immer dann zu machen, wenn sich etwas verschoben hat, nach einem Schub, nach einer Umstellung der Therapie, nach einer Phase, in der du gemerkt hast, dass du wieder nur funktionierst.


Falls du jetzt innerlich sagst: „Ich weiß doch schon, was da rauskommt“, dann lies vorher noch, was ich über Selbstsabotage bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa geschrieben habe. Dein Kopf weiß erstaunlich oft Dinge, die gar nicht stimmen.


Der erste Schritt ist nicht der größte, sondern der kleinste


Ich habe diesen Test nicht gebaut, damit du dein Leben umkrempelst. Ich habe ihn gebaut, weil zwischen der Diagnose und dem Punkt, an dem jemand wirklich etwas verändert, meistens Jahre liegen, und weil der Grund dafür fast nie fehlende Motivation ist. Der Grund ist fehlende Richtung.


Morbus Crohn bestimmt, was in meinem Darm passiert, nicht, was in meinem Leben passiert. Dieser Satz trägt bei mir alles, aber er ist wertlos, solange du nicht weißt, wo du anfangen sollst. Der Selbsttest ist der Anfang. Drei Fragen, ein Blick auf dein Lebenshaus, ein Impuls. Mehr nicht, und mehr braucht es an diesem Punkt auch nicht.


Also: Mach den Selbsttest, spontan, ohne lange nachzudenken, und schau, was dabei herauskommt.


Und dann bleibt für dich nur noch eine Frage übrig, die dir niemand abnehmen kann. Wenn du ehrlich zu dir bist: In welchem Bereich deines Lebenshauses brennt es gerade wirklich, und wie lange schaust du da schon weg?


Wenn du solche Impulse regelmäßig möchtest, schick ich dir im Schublöscher-Magazin hin und wieder einen ins Postfach.


Hab einen herrlich schubfreien Tag.


Dein Kai 🧯


Dieser Selbsttest ersetzt keine medizinische Beratung. Bei akuten Beschwerden wende dich bitte an dein Behandlungsteam.


Inhalt und Erfahrungen von Kai Flockenhaus, mit KI-Unterstützung verschriftlicht.

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