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Chronische Darmentzündung: Was darf ich jetzt noch essen?

Aktualisiert: vor 6 Tagen


Als ich meine Diagnose Morbus Crohn bekommen habe, war das Thema Essen ohnehin schon ein sehr schwieriges. Ich konnte mich teilweise nur noch von Suppen und Trinknahrung ernähren.

Und doch kenne ich die Frage zu gut. „Was darf ich jetzt noch essen?“

Ich erinnere mich daran, dass meine Frau und ich verzweifelt waren, weil ich nach jeder gekochten Mahlzeit plötzlich Probleme bekommen habe. Doch ich kann Dir schon mal sagen, diese Probleme haben wir heute nicht mehr.


Die Herausforderung der richtigen Ernährung bei chronischen Darmerkrankungen


In den vergangenen Jahren ist sehr viel passiert und ich durfte auch mittlerweile mit vielen Ernährungsexperten zusammenarbeiten. Mein Wissen ist heute viel größer und mein Erfahrungsschatz natürlich auch. Nach meinem Darmriss hatte ich einen künstlichen Dünndarmausgang (Ileostoma) und schon damals durfte ich plötzlich meine Ernährung verändern. Nach meiner Rückverlegung dann die erneute große Veränderung meiner Ernährung. Ich habe damals für mich die Entscheidung getroffen, mich vegan weiter zu ernähren. Einfach aus gesundheitlichen Gründen.

Ich weiß also mittlerweile zu gut, wie man Veränderungen in der eigenen Ernährung angeht und worauf es dabei ankommt.

Keine Sorge, ich werde Dir hier jedoch nicht raten, Dich vegan zu ernähren. Das ist eine sehr individuelle Entscheidung für Dich und für mich.


Vielmehr möchte ich Dich mit an die Hand nehmen, zu entdecken, was für Dich geht und was nicht.


Wie die Erkrankung Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa, ist auch die Ernährungsweise eine sehr individuelle. Dabei ist es immer wichtig im Hinterkopf zu haben, dass eine gesunde Ernährung bei einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, zu einer besseren Krankheitsbewältigung führt. Dies wiederum führt zu einer besseren Lebensqualität im Leben mit CED.

Und doch steckt im Thema Ernährung, gerade am Anfang der Diagnose so viel Unsicherheit und die möchte ich Dir jetzt nehmen.


Hoffnung trotz Einschränkung: Der positive Umgang mit der Diagnose


Ich kann Dir als Hoffnungsschimmer schon mal sagen, dass ich mittlerweile fast alles essen kann. Ein paar Lebensmittel bekommen mir noch immer nicht so recht. Diese kenne ich jedoch und versuche sie immer mal wieder erneut zu testen.

Aber klar ist, es muss nicht so bleiben, wie Deine Situation gerade ist.

Das kann ich im Übrigen nicht nur von mir berichten, sondern auch aus dem Leben meiner Coaching-Kundinnen und Kunden.


An dieser Stelle würde ich gerne meinen eigenen Satz noch mal platzieren, weil er einfach so wichtig ist: „Die Diagnose CED ist nicht Dein Ende, sie ist Deine Chance“.


Wenn Du sie hast, kannst Du Dich darauf einstellen und kannst lernen, damit weiterzuleben. Und dass man das erfüllt kann, zeige ich Dir hoffentlich mit meiner ganzen Arbeit für „Ich und mein Crohn“.


Ist-Analyse: Erkennen, was dem Körper guttut


Wenn Du einen Ernährungsexperten aufsuchst, was aus meiner Sicht immer bei CED eine gute Idee ist, dann wirst Du in den seltensten Fällen drumherum kommen, ein Ernährungstagebuch zu führen.

Das macht keinen Spaß, bringt aber kurzfristig einen Überblick über Deine Ist-Situation, auf die man dann gezielt reagieren kann.

Führe also mal für 1–3 Wochen ein Ernährungstagebuch und ich selbst würde Dir noch aus eigener Erfahrung empfehlen, ein Verdauungstagebuch zu führen. Wie reagierte Dein Darm auf das, was Du gegessen hast? So findest Du schnell Deine Trigger-Lebensmittel, die bei Dir Schübe auslösen können. Bei mir waren das plötzlich Himbeeren. Ohne mein Tagebuch wäre ich da nicht so schnell drauf gekommen. Dieses Tagebuch kannst Du einfach und unkompliziert auf Deinem Handy in den Notizen führen. Das hast Du im Alltag schnell parat und fast immer dabei. Wichtig ist, unangenehme Sachen dürfen schnell und unkompliziert von der Hand gehen.


Anpassung der Ernährung je nach Schublöscherphase


Eine chronisch entzündliche Darmerkrankung hat ja immer wieder mehrere Phasen, die ich in meinem "Schublöscherkonzept", die drei "Schublöscherphasen" nenne:


  1. Vorbeugungsphase (Nach dem Schub, ist vor dem Schub)

  2. Managementphase (Schub)

  3. Regenerationsphase (nach dem Schub)


Jetzt kommt der Punkt, für den ich wirklich lange gebraucht habe, um ihn zu verinnerlichen, weil das Thema Ernährung für mich echt zum Verzweifeln war. Schreib Dir den folgenden Satz auf einen Zettel, den Du immer siehst.



Deine Aufgabe ist es jetzt, Deine Ernährung dieser Phasen anzupassen.


  1. In der Vorbeugungsphase ist Deine Ernährungsstrategie natürlich Genuss, aber eben immer präventiv, um Schübe zu vermeiden und das Immunsystem zu stärken. In dieser Phase kannst Du Dir immer mal wieder etwas gönnen, solange es Dir gut geht und Du eine gesunde Balance einhältst. Auch entzündungshemmende Lebensmittel helfen Dir in dieser Phase gut weiter. Das Ziel ist immer, diese Phase so weit wie möglich auszudehnen.

  2. In der Managementphase, bei der Du Dich im Schub befindest, geht es darum, Ruhe in Dein Verdauungssystem zu bekommen. Du darfst die Ballaststoffe minimieren und solltest Schonkost sowie leicht verdauliche Lebensmittel zu Dir nehmen.

  3. In der Regenerationsphase kommst Du gerade aus dem Schub und baust Deine Verdauung wieder auf. Hier ist es wichtig, die Ernährung so umzustellen, dass Du den Körper stärkst und das Immunsystem wieder unterstützt.


Praktische Ernährungstipps für jede Phase


Bevor ich Dir jetzt hier Rezepte mit an die Hand gebe, möchte ich Dich darin bestärken, Dir eine Ernährungsberaterin oder einen Ernährungsberater zu suchen, der individuell mit Dir einen Plan erstellt. Denn ich kann Dir hier weder Heilungsversprechen geben, noch bin ich für Rezepte gut geeignet. Dafür aber meine Kollegin Patricia Christl, von "Eat your way" mit der ich bereits Content erstellt habe.

Ich möchte Dir aus meiner Erfahrung aber den Rat mit an die Hand geben, sofort anzufangen, um schneller in Deine Lösung zu kommen.


Patricia Christl hat mit ihrem Mann zusammen die neue Plattform Feel.gut entwickelt. Eine unfassbar gut gelungene Seite, auf der Du alles findest, was zu Dir und Deiner Situation passt. Du kannst dort bequem nach Rezepten für eine entzündungshemmende Ernährung filtern, oder aber auch nach bestimmten Unverträglichkeiten. Meine Frau und ich benutzten diese Plattform regelmäßig und Patricia hat mir für Dich die Möglichkeit gegeben, günstiger die Plattform zu nutzen. Mit dem Code "CROHN10" bekommst Du die erste Laufzeit 10% vergünstigt.

Ich sag Dir, Du wirst es lieben und ich danke Patricia für diesen Support.


Einfach auf den Schriftzug klicken, Laufzeit aussuchen und den Gutscheincode eingeben.



Das Thema Ernährung ist gerade in Deutschland ein sehr emotionales und es gilt einfach schnell diese Emotion herauszunehmen, nach einer Lösung für Deinen Körper zu suchen, damit Du schnellstmöglich wieder Dein Essen genießen kannst.


Denn viele Menschen mit einer CED, verbinden Essen, überhaupt nicht mehr mit Genuss.


Fazit: Ein Weg zu mehr Lebensqualität trotz CED


Ich werde oft gefragt, wie lange es bei mir gedauert hat, bis ich alles wieder zu mir nehmen kann. Bei mir hat das ca. 2 Jahre nach meiner Rückverlegung gedauert.

Heute kann ich Dir sagen, die Arbeit in diesem Thema lohnt sich.

Dass ich mal in einem Restaurant sitzen werde, und wieder einen großen Salat essen kann, der mir im Anschluss keine Probleme bereitet, das hätte ich damals für unmöglich gehalten.

Ich liebe inzwischen vegane Burger und kann Dir sagen, in meinem Leben ist das alles wieder möglich. Ich kenne inzwischen so viele Menschen, bei denen das auch wieder möglich ist.


Dann bei Dir erst recht.


Probiere es gerne aus, Du bist es Dir wert!


Teile gerne Deine eigene Erfahrung mit mir und anderen. Oder stelle auch gerne Deine Fragen, hier in den Kommentaren.


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